Darum geht es hier:

Wer eine Golf-Fernmitgliedschaft beantragen möchte, muss seine Platzreife nachweisen.

Wir erklären Ihnen, wie Sie sich reif für den Golfplatz machen...

 

Warum die Platzreife-Prüfung wichtig ist

Stellen Sie sich mal vor, Sie könnten sich ein Auto kaufen und einfach losfahren - ganz ohne Fahrstunden und Führerscheinprüfung...

Auf dem Golfplatz ist die Gefahrenlage natürlich nicht ganz so dramatisch, aber es stirbt doch jedes Jahr der ein oder anderen Spieler, weil er einen Golfball an den Kopf bekommt.

Es geht neben dem Leben-und-Tod-Aspekt beim Golf v.a. darum, dass nur Leute auf den Golfplatz kommen, die einigermaßen die Regeln kennen und einigermaßen den Ball treffen. Das ist u.a. aus folgenden Gründen wichtig:

  • Ein Golfplatz kostet viel Geld - daher muss er von den Golfspielern gut behandelt werden
    Wenn Sie mit Ihrem Schläger den Platz umgraben, mit dem Golfwagen auf das gepflegte Green fahren, in gekennzeichneten Naturschutzzonen auf Entenjagd gehen oder die Sandbunker verwüstet hinterlassen, dann ist das nicht im Sinn des Erfinders.
  • Zügiges Spiel
    An gut gebuchten Tagen ziehen im 5-Minuten-Takt diverse Vierer-Grüppchen ("Flights") mit Sicherheitsabstand von Loch zu Loch. Wenn da jemand den Betrieb aufhält, dauert die Runde für alle 6 Stunden statt 4 Stunden... und das kostet den Golfclub dann bares Geld.
  • Spiel mit anderen
    Es kann gut sein, dass Sie mit fremden Golfern in einen Flight gesteckt werden. Da fällt es besonders dumm auf, wenn Sie weder die Regeln kennen, noch den Ball treffen.

Darum überprüft jeder Golfclub, ob Sie "platzreif" sind, bevor er Sie loslegen lässt.

Ohne Platzreife-Zertifikat keine Golf-Fernmitgliedschaft

Wenn Sie den Golf-Führerschein bestanden haben, bekommen Sie ein Platzreife-Zertifikat von der Institution, wo Sie die Prüfung abgelegt haben (z.B. beim Golfclub an Ihrem Wohnort) überreicht. Die sieht ungefähr so aus, kann aber in allen Formen und Farben variieren:

Auf einigen Golfplätzen werden Golfer akzeptiert, die lediglich dieses Zertifikat vorlegen können.

Die meisten Golfplätze dürfen Sie aber nur betreten, wenn Sie den DGV-Ausweis haben, also den Nachweis, dass Sie in einem deutschen Golfclub Mitglied sind.

Wie kommen Sie an den DGV-Ausweis? Vollmitglied im Golfclub um die Ecke werden oder aber eine Golf-Fernmitgliedschaft besorgen!

Sowohl der Golfclub um die Ecke als auch die Institution, die Ihnen die Golf-Fernmitgliedschaft besorgt, will von Ihnen Ihr Platzreife-Zertifikat sehen:

  • Der Golfclub um die Ecke verlangt die Urkunde im Original.
  • Die Fernmitgliedschaftsagentur akzeptiert auch eine Kopie, z.B. als Scan, Fax oder sogar WhatsApp.

Also:

Eine Golf-Fernmitgiedschaft bekommen sie nur, wenn Sie Ihre Platzreife-Urkunde vorlegen können.

Der Weg zum Platzreife-Zertifikat

Wie läuft es beim Führerschein? Sie üben mit einer Fahrschuhle, müssen auf dem Amt die Theorieprüfung bestehen und einen staatlichen Fahrprüfer von Ihren Qualitäten am Steuer überzeugen. Dann gibt es den "Lappen".

Grundsätzlich läuft es bei der Platzreife ähnlich, der einzige Unterschied ist eigentlich, dass es keine staatliche Prüfung gibt. Als Prüfer fungieren nämlich in der Regel die Golf-Pros (Trainer), die bei dem Club arbeiten, wo Sie die Prüfung ablegen.

Schritt 1:
Die Theorie

Die theoretische Prüfung besteht wie beim PKW-Führerschein aus einem Ankreuztest mit 30 Fragen, rund die Hälfte zu Regeln und die andere Hälfte zum Verhalten auf dem Golfplatz (Etikette).

Sie sollten z.B. wissen, was passiert, wenn Sie beim Abschlag vom Tee (kleines Stöckchen, auf das der Ball höhergelegt wird) den Ball nur ganz leicht berühren, er runterfällt und Sie ihn mit der Hand wieder drauflegen. Dann kommt als nächstes nämlich Ihr VIERTER Schlag: Runterwischen (1), händisch auflegen (2), Strafschlag (3).

Das Wissen können Sie sich anlesen oder in Theoriestunden erarbeiten. Dazu gibt es auch:

Viel Spaß!

Schritt 2:
Üben, üben, üben!

Golfprofis brauchen für eine typische Par4-Bahn eben vier Schläge: Einen weiten Abschlag mit dem Driver vom Tee, dann mit einem langen Eisen aufs Grün, dann der Put an die Fahne - und dann rein damit. Für 18 Löcher sind typischerweise 72 Schläge vorgesehen.

Sie müssen in der Prüfung zeigen, dass Sie ungefähr Handicap 54 haben, sprich 72 + 54 = 126 Schläge benötigen. Auf das obige Locher heruntergebrochen wäre das eine 7 statt einer 4; Sie dürften also maximal drei Schläge mehr benötigen, als vorgesehen.

Dazu müssen Sie diverse Schläge im Repertoire haben:

  • weite Abschläge mit dem Driver
  • Schläge über 100 Meter mit dem Eisen
    - vom Fairway (gepflegter Rasen)
    - aus dem Rough (das Gestrüpp daneben)
    - aus Fairway-Bunkern (Sandkisten)
  • Pitching, also Annäherungen aus 10-80 Meter rund ums Grün
  • Chipping vom Vorgrün aufs Grün
  • Putting, sprich auf dem Grün mit dem Minigolfschläger

Zum Üben gibt es auf jedem Golfplatz:

  • eine Driving-Range zum Abschlagen-Üben
  • eine Pitching/Chipping-Zone
  • ein Übungsgrün

Und dann gibt es noch über 100 Kurz- und Übungsplätze in Deutschland, wo Sie auch ohne Platzreife ein paar Löcher spielen können.

Dort können Sie sich die nötige Sicherheit in den Grundschlägen holen. Talente schaffen das mit 10x Training, z.B. Hockey- oder Eishockey-Spieler. Andere brauchen natürlich auch mal länger...

Hinweise:

  • Ohne Stunden beim Golftrainer gelingt fast keinem das Erlernen eines passablen Schwungs, denn der Golfschwung ist weit komplexer als es vielleicht am Anfang für den Laien aussieht.
  • Ein toller Weg zur Platzreife: Deutschland-macht-Platzreife.de bietet Ihnen an über 75 Standorten in Deutschland kompakte Kurse an: - Schnuppertag für 19,- Euro
    - Kompletter Kurs mit Prüfung ab 199,- Euro

Schritt 3:
Die Platzreife-Prüfung

Wenn Sie denken, dass Sie grob das Handicap 54 spielen können, buchen Sie sich beim Golftrainer Ihres Vertrauens die Prüfungsstunde. Der geht dann mit Ihnen ein paar Löcher und begutachtet Ihre Fähigkeiten:

  • Halten Sie sich an die Regeln auf dem Platz?
  • Spielen Sie grob die Vorgabe?
  • Bewegen Sie sich zügig auf dem Platz?

Das Ganze ist allerdings nicht soooo streng, denn Sie sind ja als Kundes des Golftrainers der König. Es ist hier eben keine staatliche Prüfung.

Wenn Sie dann Ihre theoretische & praktische Prüfung bestanden haben, erhalten Sie das oben angezeigte schicke Zertifikat. 

Sie haben nun die nötige Qualifikation, um sich eine Golf-Vollmitgliedschaft oder Golf-Fernmitgliedschaft zuzulegen.


Finger weg vom Online-Platzreife-Zertifikat

Die Idee:
Einige Anbieter, allen voran Online-Platzreife.de, bieten an, das Platzreife-Zertifikat in einem Online-Kurs und mit einer Online-Prüfung zu erhalten:

Für 33,- Euro bekommen Sie am Ende (laut Website) ein...

...offizielles Zertifikat, mit dem Sie auf über 700 deutschen Golfplätzen ein gern gesehener Gast sind.

Chancen:
Ja klar, sind Sie ein gern gesehener Gast, aber höchstens in der angeschlossenen Gastronomie!

Das Ganze ist ein Nepp. Wir kennen viele Golf-Fernmitgliedchaftsagenturen, die immer wieder diese Zertifikate übersendet bekommen, diese aber natürlich nicht als Nachweis für eine bestandene Platzreife akzeptieren - und dann geht es ab in den Papierkorb damit...

Illegalität:
Sie machen nichts Illegales. Sie dürfen sich im Internet auch Mondgrundstücke kaufen, wenn Ihnen danach ist. Auch nicht verboten, aber ähnlich nutzlos.

Aber wir fragen uns, warum die Betreiber dieser Portale, die seit rund 2010 am Start sind, noch nicht erwischt hat - als Deutscher Golfverband kann man sich das eigentlich nicht bieten lassen.

 

Fazit

Auch wenn es illegale Wege gibt, an die Platzreife-Urkunde zu gelangen, sollten Sie den offiziellen Weg gehen. Denn es macht schlicht keinen Spaß, auf einem Golfplatz zu stehen und nichts auf die Reihe zu bekommen.

Absolvieren Sie die Platzreife-Prüfung ganz regulär, dann sind Sie auch wirklich fit für die erste große Runde auf einem schönen 18-Loch-Platz.

 

 

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